Wie Lebensdauer von RC-Akkus verlängern? Akku Pflege Tipp

akku-ladenWie kann man die Lebensdauer eines Akkus von ferngesteuerten Fahrzeugen maximieren und so lange wie möglich Bestleistungen rausholen?

Beachten sie folgende wichtige Punkte und Sie werden lange Freude mit ihrem wiederaufladbaren Akku haben.

1. Optimale Betriebstemperatur für Akkus

Die üblichen Akkus (Li-Ion, Li-Po und NiMh) arbeiten bei niedrigeren Temperaturen besser und geben mehr Energie ab. Ein im Winter betriebenes Modellauto wird eine wesentlich längere Fahrzeit haben als an einem heißen Sommertag.

Weiter gilt, dass einem durch den Betrieb stark belasteten und erwärmten Akku Zeit gegeben werden soll, bis er ausreichend abgekühlt ist. Nur dann sollte mit dem Wiederaufladen begonnen werden um die maximale Speicherkapazität voll ausschöpfen zu können.

2. Maximal zulässiger Ladestrom

Falls ein Schnellladegerät oder ein nicht vom Hersteller mitgeliefertes Ladegerät verwendet werden soll, muss unbedingt der maximal mögliche Ladestrom eingehalten werden. Dieser wird oft in sogenannten „C-Einheiten“ ausgedrückt.

Am besten lassen diese sich an einem Beispiel veranschaulichen: Hat ein Akku 2100 mAh und 3C Ladestrom folgt daraus ein maximaler Ladestrom von 3 x 2,1 A = 6,3 A. Der Ladestrom wird also in vielfachen Ampere-Einheiten der Kapazität umschrieben und liefert einen kapazitätsunabhängigen Vergleichswert der Belastbarkeit beim Laden.

3. Vor dem Wiederaufladen ganz entladen oder nicht?

Ob der Akku leer sein muss, bevor er wieder ans Ladegerät kommt, hängt vom Typ des Akkus ab.

Die gängigen Nickel-Metal-Hydrid (NiMh), Li-Ion und LiPo besitzen keinen sogenannten „Memory-Effekt“ und können auch halbleer wieder an die Ladestation gehängt werden.

Nickel-Cadmium Akkus jedoch müssen vollständig entladen werden. Es muss darauf geachtet werden, dass sie versehentlich nicht unter die minimale Ladespannung belastet werden, sonst kann diese Tieftentladung den Akku dauerhaft schädigen.

4. Akku nicht überladen

Leider werden viele Modellauto-Sets zwar mit guten Akkus aber mit primitiven Ladegeräten ausgeliefert. Hersteller sparen dort oft und geben den Kunden Ladegeräte ohne Abschaltautomatik und Überladeschutz mit.

Falls Sie so ein Ladegerät mit erworben haben, halten Sie unbedingt die in der Bedienungsanleitung angegebenen Ladezeiten ein. Haben Sie eine Zeitschaltuhr parat können Sie das primitive Ladegerät um eine Zeitfunktion „aufwerten“.

Alternativ bietet sich eine Investition in ein mikrocontroller-gesteuertes, vollautomatisches Ladegerät an, falls Sie mehrere Modelle besitzen und die maximale Power der Akkus ausschöpfen wollen.